Schlagwort-Archiv: Migrant

Mai 18 2012

Erfahrungen des Zusammenlebens: Ein Stimmungsbild aus Deutschland

Wie sehen Sie das Zusammenleben von Muslimen und in Deutschland und welche Erfahrungen haben Sie bisher damit gemacht?

Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen gemacht. Das liegt möglicherweise auch daran, mit welcher Haltung man den Menschen begegnet. Ich kann nicht in die Menschen hineinschauen, die mir aus bestimmten Vierteln in Großstädten berichten, sie würden dort aggressiv oder herablassend behandelt. Sie fühlten sich dort nicht sicher, denn selbst ein Einsatz der Polizei werde sogleich umzingelt und bedroht. Wenn wir einmal von solchen Ghettoerfahrungen absehen, ist das Verhältnis wohl gar nicht so schlecht. Aber es ist wohl eher ein Nebeneinander als ein Miteinander, und das ist gefährlich. Denn einerseits sind die Muslime präsent, andererseits kennt man sie nicht. Man gewinnt also seine Informationen über die Medien, über Multiplikatoren. Zugespitzt gesagt: „Ich habe zwar noch nie mit meinem muslimischen Nachbarn gesprochen, aber man weiß ja, was das für Leute sind …“ Deswegen freut es mich immer, wenn ich junge Leute sehe, die sich über diese Grenzen hinweg unterhalten und befreundet sind, weil sie die oder die Uni zusammenbringt.

Apr 01 2012

Eine Bewegung im Wandel der Zeit

Prof. Dr. Helen Rose Ebaugh bei der Buchvorlesung in Münster

Wir erleben eine Zeit, in der Revolutionen, Nahostkonflikte, Terrorismus, Islam-Debatten und Türkei-Politik, die Tagesordnung bestimmen. In diesem Zusammenhang sorgte Innenminister Friedrich wieder für Gesprächsstoff. Medienberichten zufolge gäbe es laut Friedrich 130 sogenannte „Gefährder“, denen jeder Zeit ein Anschlag zuzutrauen wäre. Den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, stört es hingegen, dass die Fokussierung hier im Kontext des Islam gesetzt wird. Sein Wortlaut hierzu:

Feb 25 2012

Die Nominierung von Gauck zum Bundespräsidenten

sa

Da haben wir es wieder: Kaum ist der Spuk um Wulff herum vorbei, fängt der nächste Spuk an, nun „gauckt“ es kräftig durch die ganzen Foren und natürlich auch auf Facebook. Es wimmelt nur so von „Nein zu Gauck“ oder „Gauck? – nein Danke“ sowie „Gauck is not my President“ Meldungen. Diese ganze Voreingenommenheit schuldet man vielleicht dem türkischen Sprichwort: „yaptiklari yapacaklarinin teminatidir“: „Das, was er tat, verspricht das Bild für seine Taten in der Zukunft“. Seien wir ehrlich, der Mann hat (noch) keinen guten Ruf, er muss sich aber noch beweisen, denn als Bundespräsident würde er sich doch niemals so verhalten wie vorher.

Jan 21 2011

Gegenseitige „Toleranz und Akzeptanz“ Interview mit Dr. des. Ercan Karakoyun

des. ERCAN KARAKOYUN ist Vorstandsvorsitzender des Forum für Interkulturellen Dialog e.V. (www.dialog-berlin.de) und Herausgeber der Deutsch-Türkischen- (www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de). In unserem Interview Karakoyun die Schwierigkeiten der der Türken deutlich. Dies sei nur durch gegenseitige „ und Akzeptanz“ möglich.


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